Anwesenheit der Eltern

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Heutzutage ist es allgemein üblich, den Eltern unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zu geben, während der Narkoseeinleitung bei ihren Kindern zu bleiben. Eine der Hauptvoraussetzungen, die für die Anwesenheit der Eltern während der Einschlafphase spricht ist, das das Kind hiervon profitiert. Das tut es z.B. erst ab einem bestimmten Lebensalter, vorausgesetzt es ist zusammen mit den Eltern gründlich auf die Situation vorbereitet worden. Nur wenn die Eltern sich auch in der Lage fühlen, beruhigend auf das Kind einzuwirken, ist es also sinnvoll, bis zum Einschlafen dabei zu sein.

Darüber hinaus gibt es aber auch Gründe, abgesehen von organisatorischen, die gegen die Anwesenheit der Eltern sprechen. Immer, wenn der Patient während der Einschlafphase die volle Aufmerksamkeit des Anästhesieteams benötigt, kann die zusätzliche Verantwortung für einen Elternteil in der Regel nicht übernommen werden.
Diese Situation ist bei ML- und MPS Kindern recht häufig, da ein schwieriger Atemweg, genauso wie z.B. ein nicht nüchterner Patient, eben diese ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind von Ihrer Anwesenheit profitieren würde, sprechen Sie am besten während der Prämedikationsvisite mit dem Anästhesisten über die individuellen, persönlichen und organisatorischen Möglichkeiten.

 

Autoren:
PD Dr. med. W. Alexander Osthaus,
Dr. C. Liebeneiner
(Medizinische Hochschule Hannover)

Letztes Update: 2010


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