Postoperative Überwachung

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Die meisten Kinder werden nach einer Narkose in den Aufwachraum (AWR) gebracht. Hier darf ein Elternteil dabei sein, wenn das Kind das Bewußtsein wiedererlangt hat. Abhängig vom Patientenalter, der Narkoseform sowie weiteren Faktoren sind einige Kinder im AWR sehr unruhig, aufgebracht, manchmal sogar aggressiv und für Beruhigungsversuche durch die Eltern nicht zugänglich. Diese Phase kann mit beruhigenden Medikamenten abgeschwächt werden. Auch eventuell noch vorhandene Schmerzen oder Übelkeit und Erbrechen können im AWR behandelt werden.

Erst wenn die Vitalfunktionen (Bewusstsein, Atmung und Kreislauf) eine gewisse Zeit lang stabil geblieben sind und es den Kindern den Umständen entsprechend gut geht, werden sie aus dem Aufwachraum entlassen.

Abhängig vom Gesundheitszustand des Kindes wird der Anästhesist eventuell eine Fortführung der Überwachung in einem Wachzimmer anordnen (ein von einer ausgebildeten Pflegekraft betreutes und mit besonderen Gerätschaften ausgestattetes Krankenzimmer).

Nach größeren Operationen, längeren Untersuchungen oder nach schwierigen Narkosen kann es nötig sein, das Kind auf einer Intensivstation zu überwachen. Wenn eine verlängerte oder verzögerte Aufwachphase zu erwarten ist, kann es auch erforderlich sein, ihr Kind in Narkose auf die Intensivstation zu bringen und es erst dort aufwachen zu lassen.

 

Autoren:
PD Dr. med. W. Alexander Osthaus,
Dr. C. Liebeneiner
(Medizinische Hochschule Hannover)

Letztes Update: 2010


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