Symptomatische Therapien

Neben den kausalen gibt es symptomatische Therapien, die die Auswirkungen der Erkrankungen behandeln.
Dazu gehören Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Tiertherapie. Egal ob ein Patient durch eine kausale
Therapieform behandelt wird oder nicht, sind die symptomatischen Therapien äußerst wichtig.
Eine EET oder KMT bedeutet nicht, dass der Patient geheilt ist und um das Fortschreiten der Krankheit bestmöglich
einzuschränken sind die symptomatischen Therapien ebenfalls unerlässlich.

Physiotherapie

Physiotherapie ist unabhängig von der Schwere der Erkrankung und der angewendeten kausalen Therapien ein sehr wichtiger Teil des Behandlungsprogramms. Vor allem die Skelettprobleme sind vielfältig und erfordern kontinuierliche Krankengymnastik. Ausführliche Informationen zu Physio- und Ergotherapie sowie Hinweise zu orthopädischen Hilfsmitteln finden Sie in der Broschüre Physio- und Ergotherapie bei MPS/ML.

Ergotherapie

Ergotherapie ist zur Förderung der physiologischen Bewegungsabläufe im Kindesalter, der Förderung der Feinmotorik sowie der Kognition eine wichtige Ergänzung. Ausführliche Informationen zu Physio- und Ergotherapie sowie Hinweise zu orthopädischen Hilfsmitteln finden Sie in der Broschüre Physio- und Ergotherapie bei MPS/ML.

Logopädie

Auch Logopädie kann eine wichtige und sinnvolle Ergänzung des Therapieprogramms sein. Neben der Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen beinhaltet die Logopädie das frühe Erlernen unterstützender Kommunikationsformen. Diese können bei Patienten, deren Sprechfähigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt an Bedeutung gewinnen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung behandelt der Logopäde zudem Ess- und Schluckstörungen. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Logopädie bei MPS/ML.

Tiertherapien

Tiertherapien haben nachgewiesen positive Wirkungen im physischen und psychischen Bereich sowie im Wahrnehmungsbereich. Dabei ist nicht die Art des Tieres, sondern das Verhältnis vom Patienten zum Tier entscheidend. Der Kontakt mit Tieren fordert und fördert den Patienten auf eine ganz andere Weise als wir Menschen es vermögen. Tiertherapien können andere notwendige Behandlungsmaßnahmen (wie z.B. Physiotherapie) nicht ersetzen. Dennoch ist der Kontakt zu Tieren eine Möglichkeit für Eltern und Angehörige, Ihrem Kind Freude und Förderung zu geben.

Komplementärmedizin und alternative Verfahren

Es gibt keine gesicherten Daten, dass alternative Heilverfahren bei Mukopolysaccharidosen wirksam sind. Wenn Sie, etwa zur allgemeinen Stärkung der Konstitution, homöopathische Verfahren oder eine Bioresonanztherapie überlegen, sollten Sie immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt in Ihrem Stoffwechselzentrum nehmen. Diese Methoden sollten, wenn überhaupt, grundsätzlich nur in Kombination mit der Schulmedizin eingesetzt werden und dürfen dem Patienten keinesfalls schaden. Ein kritischer Blick auf das angebotene Spektrum ist geboten.

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