Trauern

Trauernde Angehörige sind nicht zwangsläufig verwaiste Angehörige, denn die Trauer beginnt mit der Diagnose – Trauer darüber, dass das Leben des Kindes nicht mehr unbeschwert sein kann, dass alles schwerer wird, dass die Krankheit voranschreitet, dass die positiven Fortschritte „zu langsam“ sind, dass es Rückschritte gibt, wenn die Angst kommt, dem allen nicht gewachsen zu sein, über den Tod und darüber, dass das Leben danach weitergeht.
 
Dabei ist es gut zu wissen, dass es Unterstützung gibt durch Austausch untereinander, für ganz persönliche Gespräche, für die Geschwisterkinder, wenn wir nicht mehr weiterwissen.
 
Ansprechpartnerin bei der MPS-Gesellschaft
 
Maria Friedel
ich bin Jahrgang 1955, verheiratet und habe drei Töchter. Von Beruf bin ich Schmuckgestalterin und habe eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin (TBA) abgeschlossen. Seit 1995 bin ich Mitglied bei der MPS-Gesellschaft.

Leila, unsere jüngste Tochter hatte MPS Typ I. Sie ist 1999 im Alter von 5 Jahren verstorben. Nachdem ich gemeinsam mit meinem Mann einige Jahre Regionalbeauftragte war, bin ich seit 2005 Ansprechpartnerin für alles, was mit dem Thema Trauer zu tun hat.

Scheuen Sie sich nicht mich anzusprechen. Auch wenn der Tod ihres Kindes noch in weiter Ferne scheint. Die Trauer in uns beginnt mit der Diagnose, die wir für unser Kind bekommen. Und auch für diese Trauer bin ich da.
Telefon: 034979/309900
E-Mail: maria.friedel@mps-ev.de

Trauer- und Kreativworkshop
Einmal jährlich bietet die MPS-Gesellschaft trauernden Angehörigen ab 16 Jahren einen Workshop in Wittenberg an, unabhängig davon, ob die erkrankte Person verstorben ist oder nicht. Während eines Wochenendes im März werden Kinderzeichnungen und Ähnliches als Schmuckstücke, Filz- und Papierarbeiten künstlerisch verarbeitet. Daneben steht das Thema „Trauer“ im Mittelpunkt sowohl in Gruppen- als auch in Einzelgesprächen. Nähere Infos zu dem Workshop finden Sie hier.