Trauerworkshops

Trauern hat für mich mit der Diagnose angefangen. Und wenn ich mit anderen Eltern darüber rede, empfinden das viele genauso. Als Leila gelebt hat, hatte ich das Gefühl, eigentlich nicht sagen zu können, „Ich trauere schon um mein Kind“, weil dann alle antworten, „Leila lebt ja noch!“ Diese Schranke wollte ich mit dem Trauerworkshop öffnen, sodass den Leuten bewusst wird: „Ja, ich darf das auch.“ – Maria Friedel

Der Trauerworkshop ist gleichzeitig ein Kreativworkshop und findet jährlich in Wittenberg statt. Organisiert wird er von Maria Friedel, ausgebildete Trauerbegleiterin, Goldschmiedin und Mutter einer verstorbenen Tochter mit MPS I. Der Workshop ist offen für enge Angehörige von MPS-, ML- und Mannosidose-Kindern ab 16 Jahren unabhängig davon, ob die erkrankte Person ver-storben ist oder nicht. Während eines Wochenendes im März werden Kinderzeichnungen und Ähnliches als Schmuckstücke, Filz- und Papierarbeiten künstlerisch verarbeitet. Daneben steht das Thema „Trauer“ im Mittelpunkt sowohl in Gruppen- als auch in Einzelgesprächen. Zentraler Gedanke dabei ist, sich durch die kreative Arbeit mit dem Kind, Geschwister oder Enkelkind zu beschäftigen und die Trauer dadurch zum Ausdruck bringen und ein Stück weit verarbeiten zu können, natürlich auch im Gespräch mit anderen Teilnehmern und einer Trauerbegleiterin.

Der Trauerworkshop findet normalerweise immer im März in Wittenberg statt. Für dieses Jahr versuchen wir einen Termin im September zu finden. Die Durchführung ist jedoch von der aktuellen coronabedingten Lage abhängig.

Skip to content